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Berlin: Mauerradweg

Der Klassiker

Dauer:  7 Tage   //   Reiseart: individuell   //   Level: leicht  

Freuen Sie sich auf eine ungewöhnliche Radreise und wandeln Sie auf den Spuren der jungen Deutschen Geschichte. Die Berliner Mauer ist wohl eines der bewegendsten Bauwerke des 20. Jh. und Ihr Fall am 9.11.1989 hat die ganze Welt …

ab 559,00€

Anreisetermine: 16.05. – 25.10.2020 / samstags und sonntags

2020 – Mauerradweg Berlin – Der Klassiker

Leichte Radrundtour mit Gepäcktransfer, 7 T. / 6 ÜF

Freuen Sie sich auf eine ungewöhnliche Radreise und wandeln Sie auf den Spuren der jungen Deutschen Geschichte. Die Berliner Mauer ist wohl eines der bewegendsten Bauwerke des 20. Jh. und Ihr Fall am 9.11.1989 hat die ganze Welt in Atem gehalten. Nach dem Abriss der Grenzanlagen, die Stadt und Menschen über Jahrzehnte trennte, sind von der Mauer noch Teilstücke erhalten. Komplett vorhanden aber sind die alten Grenzwege, über die heute der spektakuläre Mauerradweg führt. Wiederaufgebaut und unter Denkmalschutz stehen alte Grenzbefestigungen wie Wachtürme oder Kontrollstellen. Vielfach sind in ihnen tolle Museen und Dokumentationszentren untergebracht. Überraschen wird Sie vielleicht, dass der Radweg durch landschaftlich sehr reizvolle Abschnitte führt. Der interessanteste Teil des Radweges führt über 18 Kilometer mitten durch die Stadt Berlin. So entdecken Sie gleichzeitig Top Sehenswürdigkeiten wie Reichstag, Brandenburger Tor, die Prachtstraße ‚Unter den Linden’ und das Parlaments- und Regierungsviertel. Besonderer Höhepunkt ist die Übernachtung im Zentrum Berlins, nahe des Potsdamer Platzes. Die Radetappen sind bewusst kurz gewählt, damit Sie genügend Zeit für die vielen Sehenswürdigkeiten haben.

Charakter der Route

Der „Mauer Radweg“ führt Sie über gut befahrbare Wege und kleine Nebenstraßen. Im gesamten Verlauf wurden viele neue Radwege angelegt und auch im Innenstadtbereich Berlins lässt sich der Mauer Radweg gefahrlos erradeln. Die Route verläuft flach und ist gut beschildert, wobei sich die Schilder exakt auf der Mauerhöhe von 3,60 Meter befinden.

 

Tag 1: Potsdam Anreise

Reisen Sie frühzeitig an! Es lohnt sich, denn Ihre Reise beginnt in einer der reizvollsten Städte Deutschlands. Besuchen Sie Schloss Sanssouci mit seinem schönen weiten Park, staunen Sie über die Sommerresidenz Friedrich des Großen, über die historischen Stadtviertel Potsdams wie die Russische Kolonie Alexandrowka, das Holländische Viertel und das einstige böhmische Weberviertel. Auch der berühmte Filmpark Babelsberg, die Potsdamer Ausflugsschifffahrt und die vielen Parkanlagen warten auf Ihren Besuch. Anreise bis Potsdam Hbf/ Parkplatz am Hotel/ Leihräder am Hotel.

Tag 2: Potsdam – Spandau (35 km)

Kaum auf dem Rad erwartet Sie der erste Höhepunkt. Über die berühmte Glienicker Brücke verlassen Sie Potsdam. In mehr als 300 Jahren ihres Bestehens schaffte es die Brücke, in wenigen Tagen in die Schlagzeilen der Weltpresse zu gelangen. Sie war legendärer Schauplatz des Kalten Krieges, als hier die USA und die Sowjetunion Spione austauschten. Heute verbindet die Brücke wieder verlässlich Potsdam mit der Bundeshauptstadt Berlin. Wunderschön verläuft der Radweg direkt an der Havel, in deren Mitte die deutsch-deutsche Grenze verlief. Am Groß-Glienicker See entdecken Sie ein originales Mauerstück.  Bevor Sie die Zitadellenstadt Spandau mit ihrer malerischen Altstadt erreichen, legen Sie einen Stopp am Fort Hahnenberg ein. Es wurde 1888 zum Schutz des Rüstungszentrums Spandau erbaut und fiel 1961 in den Dornröschenschlaf. Abgesehen von gelegentlichen Besuchen durch Grenzsoldaten war es hier ruhig und die Natur konnte die Festung zurückerobern. 

Tag 3: Spandau – Hohen Neuendorf (40 km)

Am Morgen radeln Sie durch den Spandauer Forst, ehemals DDR Sperrgebiet, dessen Mischwald durch seine Artenvielfalt besticht und der im Jahr 2000 zum „Naturschutzgebiet europäischer Bedeutung“ erklärt wurde. Freuen Sie sich über die schöne Radstrecke entlang des fast zugewachsenen Nieder-Neuendorfer Kanals. Hier lohnt ein Abstecher zu den tausendjährigen Eichen. Staunen Sie über diese Giganten: 7 Eichen, 25 m hoch mit einem Umfang von 3,87 bis 6,15 Metern. Vorbei am Laßzinsee, ein kleines Eldorado für Wasser- und Sumpfvögel, radeln Sie zum Havelufer, in deren Mitte die ehemalige Grenze verlief. Legen Sie eine lohnenswerte Pause am ehemaligen Grenzturm Nieder Neuendorf ein (erbaut 1987), der restauriert wurde und unter Denkmalschutz steht. Heute beherbergt er ein kleines Museum zur Teilung Deutschlands und zu den Grenzanlagen. Zur DDR Zeit diente er zur Überwachung dieses Grenzabschnitts und war zugleich Führungsstelle für 18 weitere Grenzwachtürme. In den 4 Geschossen waren einige Wirtschaftsräume, eine Arrestzelle, der Aufenthaltsraum der Grenzsoldaten und die Führungsstelle eingerichtet, in der stets mindestens zwei Grenzsoldaten Wachdienst halten mussten. Die letzten Kilometer entlang der Stolper Heide sind jetzt schnell geradelt, so dass Sie in Hohen Neuendorf entspannt einen schönen Radeltag ausklingen lassen können.

Tag 4: Hohen Neuendorf – Berlin Mitte (37 km)

Auf dem Mauer Radweg radeln Sie durch die urige Sumpflandschaft des Naturschutzgebietes Tegeler Fließ. Es lohnt ein Abstecher nach Lübars mit seinem gut erhaltenen Dorfkern und der alten Dorfkirche. An den stillgelegten Gleisen der Heidekrautbahn entlang und vorbei am Märkischen Viertel radeln Sie Richtung Berlin Mitte. Schlag auf Schlag geht es jetzt: Sie entdecken die Börsebrücke und die Bornholmer Straße, bekannt als Ort der ersten Grenzöffnung am 09.11.1989. Sie passieren die Gedenkstätte Bernauer Straße, wo am 13.08.1961 Flüchtlinge versuchten, aus den Fenstern der Häuser am Grenzstreifen zu entkommen – der Bürgersteig war schon West Berliner Boden – und den Invalidenfriedhof, über dessen Gebiet die Mauer verlief. Lassen Sie sich auch beeindrucken vom neuen Berliner Hauptbahnhof und vom Parlaments- und Regierungsviertel. Kaum im Sattel erreichen Sie das Brandenburger Tor, den Berliner Prachtboulevard „Unter den Linden“ und den Potsdamer Platz, der zu DDR-Zeiten Niemandsland war. Sie übernachten im Zentrum von Berlin und können den Abend noch vielfältig nutzen.

Tag 5: Berlin Mitte – Berlin Grünau (41 km)

Vorbei am alten Stasi-Hauptquartier radeln Sie zum Checkpoint Charlie, zwischen 1961 und 1990 einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge. Er verband in der Friedrichstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern, Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD sowie von DDR-Funktionären genutzt werden. Er war Schauplatz spektakulärer Fluchten. Heute zählt er als Gedenkstätte zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Nach nur wenigen Kilometern erreichen Sie die Spree mit der East Side Gallery. Staunen Sie hier über den längsten erhaltenen Mauerabschnitt in der Berliner Innenstadt. 1990 haben Künstler aus aller Welt den 1,3 Kilometer langen Rest der Hinterlandmauer mit eindrücklichen Bildern bemalt. Über die schönste Brücke Berlins, die Oberbaumbrücke aus dem 18. Jh., radeln Sie zum Landwehrkanal und über den Heidekampgraben zum Teltowkanal nach Neukölln und Schönefeld. Möchten Sie nochmals Berliner Nachtluft schnuppern? Die nahe gelegenen S-Bahn und U-Bahnstationen bringen Sie in nur 30 Minuten wieder zurück in die Innenstadt.

Tag 6: Berlin Grünau – Potsdam (47 km)

Auf dem Mauerradweg rollen Sie im Zickzack am Südrand Berlins entlang nach Marienfelde, wo bis 1990 ein Sammel- und Durchgangslager existierte. Hier erhielten über 1,3 Millionen DDR-Flüchtlinge Hilfe und wurden auf westdeutsche Bundesländer verteilt. Heute befindet sich hier eine Erinnerungsstätte mit Museum. Kaum im Sattel erreichen Sie eine Geisterstadt, in der bis Anfang der 90er Jahre die US-Armee den bewaffneten Häuserkampf trainierte. Gemütlich folgen Sie anschließend dem schönen Teltowkanal und dem Königsweg zum ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden. Das Kontrollgebäude, die Raststätte, die Tankstelle und die LKW Abfertigungsrampen stehen heute unter Denkmalschutz. Freuen Sie sich auf den Griebnitzsee, an dessen Ufern Sie zurück nach Potsdam radeln.

Tag 7: Potsdam Abreise

Heute endet nach dem Frühstück endet Ihre ereignisreiche Radreise auf dem Mauer Radweg rund um Berlin.

Mindestteilnehmerzahl:

ab 2 Personen

 

Reiseleistungen:

Hotels der Kategorie A: im Zentrum

 

Rundum-Sorglos-Service:

– 7 Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel/Gasthaus der gebuchten Kategorie

– Zimmer mit D/Bad/WC

– Gepäcktransport

– Radwanderkarte mit eingezeichneter Route / detaillierte Routenbeschreibung

– Tipps zur Reisevorbereitung

– Touristische Informationen

– 7-Tage-Hotline-Service

 

Preise 2020:

Preisangaben gelten pro Person.

Eine möglicherweise anfallende Kurtaxe ist nicht Bestandteil des Reisepreises und daher im Hotel vor Ort zu zahlen.

 

SAISON 1

18.04.2020 – 03.05.2020

26.09.2020 – 25.10.2020

Kategorie A         DZ 559,00 €     EZ 779,00 €

 

SAISON 2

09.05.2020 – 20.09.2020

Kategorie A         DZ 575,00 €     EZ 795,00 €

 

 

Leihräder

Tourenrad         70,00 €

Elektrorad       180,00 €

 

 

Buchbare Zusatznächte

Potsdam                 Kategorie A             DZ 63,00 €     EZ 100,00 €

Berlin Zentrum     Kategorie A             DZ 65,00 €     EZ 110,00 €

 

Anreise nach Potsdam

mit dem PKW:

Potsdam ist an die A10 (Berliner Ring) angeschlossen. Von Norden kreuzt die A24, von Westen die A2, von Süden die A9 und von Osten die A13 den Berliner Ring, so dass Sie aus allen Himmelsrichtungen das Ziel leicht erreichen.

Mit der Bahn zum Bahnhof Potsdam:

Potsdam ist von allen größeren Städten in Deutschland gut mit der Bahn angebunden. Unsere Partnerhotels sind alle zu Fuß von verschiedenen Bahnhöfen in Potsdam aus zu erreichen.

Parkmöglichkeiten am Anreisehotel

Unsere Partnerhotels in Potsdam bieten eine Parkmöglichkeit, für die gesamte Dauer Ihrer Fahrradreise. Die Kosten liegen zwischen zwischen 8,00 Euro und 18,00 Euro pro Tag, zahlbar vor Ort. Eine Vorreservierung ist nicht möglich. Detaillierte Informationen zu den Parkmöglichkeiten an dem für Sie gebuchten Hotel erhalten Sie mit den ausführlichen Reiseunterlagen zwei Wochen vor Reisebeginn.

 

Beschaffenheit der Radwege

Bei dieser Fahrradreise „Mauer Radweg“ nutzen Sie Wege unterschiedlicher Beschaffenheit (zum Teil nicht asphaltiert) und kleine Nebenstraßen. Im gesamten Verlauf des Mauer Radweg wurden eine Vielzahl neuer Radwege angelegt und auch im Innenstadtbereich von Berlin lässt sich der Mauer Radweg gefahrlos erradeln. Die Route verläuft fast durchgängig flach und ist einheitlich gut beschildert, wobei sich die Schilder exakt auf der Mauerhöhe von 3,60 Meter befinden.

 

Verfügbare Leihräder

Wünschen Sie ein Leihrad für die Tour, so bringen wir es zu Ihrem Starthotel und holen es an Ihrem Reiseziel wieder ab. Zur Auswahl stehen Ihnen Damen- und Herrenräder entweder mit 7-Gang-Nabenschaltung und Rücktrittbremse oder 27-Gang-Kettenschaltung und Freilauf sowie Elektroräder. Alle Damenräder haben einen tiefen Durchstieg und Herrenräder stehen in verschiedenen Rahmengrößen zur Auswahl. Unsere Damenräder sind passend für alle Radfreunde ab 150 cm Körpergröße und die Herrenräder ab 165 cm. Ihren Radwunsch geben Sie ganz einfach bei der Buchung bekannt.

 

Extrakosten, die nicht im Reisepreis inbegriffen sind

Eine möglicherweise anfallende Kurtaxe ist nicht Bestandteil des Reisepreises und daher vor Ort zu zahlen.

 

7 Tage Hotline Service

Wenn die Fahrradkette gerissen ist, Überschwemmungen die Weiterfahrt unmöglich machen oder sonstige böse Überraschungen auf Sie warten: Wir sind 7 Tage die Woche für Sie erreichbar und organisieren schnellstmöglich Hilfe.

Pass- und Visumerfordernisse, Gesundheitsvorschriften

Für EU-Bürger sind hier keine speziellen Passerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu beachten.

Reiseversicherung

Im Reisepreis ist die gesetzlich vorgeschriebene Insolvenzversicherung bereits enthalten. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen nach Erhalt Ihrer Reisebestätigung den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, um sich vor finanziellen Nachteilen bei Reiserücktritt, Reiseabbruch, Krankheit oder Unfall zu schützen. Hier erhalten Sie bei uns die kompetente Beratung eines von der IHK geprüften Versicherungsfachmann.

Die Innenstadt von Potsdam

Wie eine Wanderung durch die Zeiten wirkt ein Spaziergang durch die Potsdamer Innenstadt. Wer mit dem Schiff oder mit der Bahn anreist, beginnt gleich am Geburtsort der Stadt: am Alten Markt. Hier, an der Stelle des ältesten Potsdamer Brückenschlages über die Havel, stand schon im frühen Mittelalter eine Burg, um eine wichtige Handelsroute zu sichern.

Potsdam Innenstadt

Das Holländisches Viertel in Potsdam

Das Holländische Viertel wurde im Zuge der zweiten Stadterweiterung  zwischen 1733 und 1740 unter Leitung des holländischen Baumeisters Johann Boumann erbaut. Es sollte im 18. Jahrhundert holländische Handwerker nach Potsdam locken. Das Viertel besteht aus 134 Ziegelstein-Häusern und gilt als größtes zusammenstehendes Bauensemble und Kulturdenkmal holländischen Stils außerhalb der Niederlande. In der Mittelstraße 3, beim Altwarenhändler Bertold Remlinger erwarb im übrigen 1906 der Hauptmann von Köpenick seine Uniform.

Das Holländisches Viertel

Der Filmpark Babelsberg in Potsdam

Der FILMPARK Babelsberg lädt ein, hinter die Kulissen von Film und Fernsehen zu blicken, sich von der spektakulären Stuntshow „Bartertown“, der Filmtiershow oder der TV-Show im Fernsehstudio 1 fesseln zu lassen.

Der Filmpark Babelsberg

Schlösser und Gärten in Potsdam

In einem Zeitraum von mehr als drei Jahrhunderten waren die besten Architekten, Landschaftsplaner und Kunsthandwerker ihrer Zeit im Auftrag der brandenburgisch-preußischen Herrscher tätig.

Schlösser und Gärten

Schloss Cecilienhof in Potsdam

Cecilienhof ist das Schloss, in dem vom 17. Juli bis 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges stattfand. Es ist der letzte Schlossbau der Hohenzollern. Kaiser Wilhelm II. ließ Cecilienhof 1914 bis 1917 für seinen ältesten Sohn Kronprinz Wilhelm und seine Gattin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin im Norden des Neuen Gartens errichten. Architekt war Paul Schultze-Naumburg, der sich am englischen Tudor-Stil orientierte. Das aus Backstein und Holz errichtete Schloss passt sich gut in die natürliche Umgebung ein. Das Schloss beherbergt heute ein Hotel. Im Museum kann man sich über das Potsdamer Abkommen und die wechselvolle Geschichte des Hauses informieren.

Schloss Cecilienhof

Die Glienicker Brücke in Potsdam

Die Glienicker Brücke verbindet über die Havel hinweg Berlin und Potsdam. Zu Zeiten der Mauer verlief die Grenze in der Mitte der Havel und die Grenze lag genau in der Mitte der Brücke. Einen Grenzübergang gab es hier nicht. In den mehr als 300 Jahren ihrer Geschichte schaffte es die Glienicker Brücke nur an wenigen Tagen, die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu lenken. Und dies dann aber ausgerechnet mit Hilfe solcher Leute, die sonst das Licht der Öffentlichkeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser: Agenten. Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit (und weil hier keine Beeinträchtigung des Verkehrs – wie an anderen, “regulären” Grenzübergängen – zu befürchten war) wurde die Grenzübergangsstelle auf der Brücke an drei Tagen der Jahre 1962, 1985 und 1986 für spektakuläre Austauschaktionen internationaler Agenten aus Ost und West genutzt.

Die Glienicker Brücke

Die Altstadt von Spandau

Der Stadtgrundriss von Spandau entwickelte sich bereits im 13. Jh. und ist noch heute im Straßenverlauf der Altstadt nachvollziehbar. Dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg fiel sehr viel der ursprünglichen Bausubstanz von kulturhistorischem Wert zum Opfer. Trotz dieser Entwicklung blieben Gebäudetypen der unterschiedlichen Bauepochen erhalten. Sie ergeben in ihrer Gesamtheit jene typische Kleinstadtmischung, die vom havelländischen Kleinstadthaus bis zum fünfgeschossigen Berliner Mietshaus die Baugeschichte mehrerer Jahrhunderte und die Lage Spandaus zwischen Provinz und Großstadt dokumentiert.

Die Altstadt von Spandau

Die Zitadelle in Spandau

Der von Kurfürst Joachim II. im Jahr 1557 gefasste Entschluss, die nordöstlich der Altstadt gelegene Burganlage von 1317 zur Festungsanlage umzubauen, sollte das Schicksal Spandaus bis ins 20. Jh. bestimmen. Unter Einbeziehung des mittelalterlichen Palas und des Juliusturms entstand bis 1594 nach den Plänen des italienischen Baumeisters Franziskus Chiaramella de Gandino und Rochus Graf zu Lynar die Zitadelle. In den Folgejahren, insbesondere nach den Erfahrungen des 30-jährigen Krieges, kam es zu einem Ausbau der Festung nach einem bastionären Verteidigungssystem.

Die Zitadelle in Spandau

Die St. Nikolai Kirche in Spandau

Zu den wenigen baulichen Zeugnissen aus dem Mittelalter gehört die im 15. Jahrhundert vollendete St. Nikolai-Kirche. Sie ist der städtebauliche Mittelpunkt der Altstadt und ihr Turm prägt die Spandauer Stadtsilhouette.

Die St. Nikolai Kirche

Grenzwachturm in Nieder Neuendorf

Als einer der letzten Grenzwachtürme blieb der Nieder Neuendorfer Turm erhalten und dokumentiert die einst hier verlaufende Berliner Mauer. Östlich des Ortskerns von Nieder Neuendorf liegen die Havel und der Nieder Neuendorfer See, in deren Mitte 1949-90 die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin verlief. Ab dem 13. August 1961 ließ die DDR-Regierung am westlichen Havelufer Grenzsicherungsanlagen errichten. Hierzu gehörte auch der 1987 errichtete Grenzwachturm. Er diente zur Überwachung dieses Grenzabschnitts und war Leitstelle für 18 weitere Grenzwachtürme. Seit dem Abschluss seiner Sanierung im Jahre 1999 befindet sich im Nieder Neuendorfer Grenzwachturm ein für die Öffentlichkeit zugängliches Dokumentationszentrum zur Teilung Deutschlands und zu den Grenzanlagen.

Grenzwachturm in Nieder Neuendorf

Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist eine Gedenkstätte. Die im Mai 1949 fertiggestellte Anlage wurde im Auftrag der sowjetischen Truppen errichtet, um die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee zu ehren. Zentraler Ort der Anlage ist ein künstlich angelegter Grabhügel. Dieser wird von der Skulptur „Der Befreier“ dominiert. Die Figur stellt einen Soldaten dar, der in der rechten Hand ein Schwert und auf dem linken Arm schützend ein Kind trägt; ein Hakenkreuz zerbricht gerade unter seinen Stiefeln. 1994 wurde das militärische Zeremoniell zum Abzug der russischen Truppen aus der DDR mit Kranzniederlegungen durch Bundeskanzler Helmut Kohl und Präsident Boris Jelzin hier am Ehrenmal abgehalten.

Sowjetische Ehrenmal

Mauerpark in Berlin

Der Mauerpark umfasst einen Abschnitt der Mauer zwischen den damaligen Bezirken Prenzlauer Berg und Wedding bildete. Heute verläuft hier die Grenze zwischen den Ortsteilen Prenzlauer Berg und Gesundbrunnen. Da es im dicht bebauten Prenzlauer Berg vergleichsweise wenige Grünflächen gibt, hat sich der Mauerpark zu einem beliebten Ort der Naherholung entwickelt, der gerade am Wochenende auch Gauklern, Künstlern, Musikern und Familien eine Heimstatt bietet und sich dadurch auch über Berlin hinaus einen Namen gemacht hat.

Mauerpark

Gedenkstätte Berliner Mauer in Berlin Zentrum

In der Bernauer Straße befindet sich das nationale Denkmal zur Erinnerung an die Teilung der Stadt und die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft. Um das Denkmal herum entsteht zurzeit auf dem ehemaligen Grenzstreifen die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer. Vertiefende Informationen zur Geschichte und den historisch-politischen Hintergründen des Mauerbaus bietet das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte: ständige Ausstellung in deutscher und englischer Sprache, Aussichtsturm mit Blick auf originale Grenzanlage, digitales Archiv mit Originaldokumenten, Hörstationen mit historischen Rundfunkaufnahmen aus Ost und West. Den gut sortierten Bücherstand finden Sie im Besucherzentrum der Gedenkstätte, Bernauer / Ecke Gartenstraße, direkt am S-Bhf. Nordbahnhof. Dort wird auch der neue Einführungsfilm gezeigt.

Gedenkstätte Berliner Mauer

Checkpoint Charlie in Berlin Zentrum

Der Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor. Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals und ausländischer Diplomaten erfassen zu können. Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden. Als Folge des Versuchs der SED-Führung, alliierte Rechte der Westmächte in Berlin einzuschränken, standen sich am 27. Oktober 1961 sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Der Checkpoint war Schauplatz spektakulärer Fluchten aus dem damaligen Ost-Berlin. Noch vor der Wiedervereinigung wurde der Kontrollpunkt 1990 abgebaut. Er ist heute im Berliner AlliiertenMuseum zu besichtigen. Der Checkpoint Charlie zählt heute als Gedenkstätte zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Am 13. August 2000 wurde eine originalgetreue Rekonstruktion der ersten Kontrollbaracke enthüllt.

Checkpoint Charlie

East Side Gallery in Berlin

Die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist ein nach Öffnung der Berliner Mauer im Frühjahr 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemaltes Stück der Hinterlandmauer in der Mühlenstraße zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree. Sie stellt mit einer Länge von 1316 Meter die längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt dar. Die Künstler kommentierten in gut hundert Gemälden auf der ehemaligen Ostseite der Mauer mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90. Die East Side Gallery ist der größte und bekannteste erhaltene Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer. Die eigentliche Grenze bildete an dieser Stelle die Spree. Die Galerie befindet sich an der so genannten Hinterlandmauer, die das Grenzgebiet nach Ost-Berlin hin abschloss.

East Side Gallery

Oberbaumbrücke in Berlin

Berlin rühmt sich, mehr Brücken zu haben als Venedig. Tatsächlich hat die Spreestadt fast 1000 Brückenbauwerke aus verschiedenen Stilepochen. Die Oberbaumbrücke, die seit 1896 Friedrichshain und Kreuzberg über die Spree miteinander verbindet, ist die am aufwändigsten gestaltete. Das Tragwerk für die Gleise im Hochparterre wurde architektonisch verkleidet und mit figürlichem Schmuck versehen. Entstanden ist ein Bauwerk, das einer Burg der Mark Brandenburg ähnelt. Die Bögen des U-Bahn-Viadukts und die zwei spitzen Mitteltürme wurden nach dem Fall der Mauer originalgetreu rekonstruiert. Seit dem 9. November 1994 ist die restaurierte Brücke wieder eine wichtige Verbindung für den Auto- und U-Bahnverkehr. Von 1961 bis 1989 war die Brücke „Grenzübergangsstelle“ und durfte nur von Fußgängern benutzt werden. Bei der Sanierung Anfang der 90er Jahre erhielt sie moderne Gestaltungselemente des spanischen Architekten Santiago Calatrava, so den neuen Mittelteil.

Oberbaumbrücke

S-Bahnhof Friedrichstraße und „Tränenpalast“

Der S-Bahnhof Friedrichstraße war in Ost-West-Richtung der letzte Bahnhof vor der Grenze nach West-Berlin. In Nord-Süd-Richtung liegt er im Zentrum der Stadt. Ab August 1961 machte die Abriegelung der Grenze den Durchgangsbahnhof zum Kopfbahnhof und Grenzübergang für Reisende aus beiden Teilen Berlins. Der Pavillon für die Grenzabfertigung ist noch erhalten. Wegen der unzähligen Abschiede, die die Menschen hier bis 1989 nehmen mussten, heißt er im Volksmund „Tränenpalast“. Ab Mitte der 1990er Jahre ist der Bahnhof Friedrichstraße völlig umgebaut worden. Das ehemalige Abfertigungsgebäude für Reisende aus und nach West-Berlin lag nördlich der Bahnlinie und war durch eine Unterführung mit dem Bahnhof verbunden. Mit seiner weitgehend unveränderten Fassade stellt er das wichtigste Sachzeugnis dar, das an den ehemaligen Grenzübergang erinnert. Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland richtet im denkmalgeschützten Tränenpalast eine Dauerausstellung zum Thema „Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen“ ein.

S-Bahnhof Friedrichstraße und Tränenpalast

S-Bahn Museum am Griebnitzsee

In dem ausgedienten S-Bahn-Unterwerk Griebnitzsee, dort wo früher mal die großen Transformatoren und Gleichrichter für den Strom der S-Bahn standen, gibt es heute alles rund um die Geschichte der Berliner S-Bahn zu sehen: von der Fahrkarte bis zum Fahrplan, vom Signal bis zum Stellwerk.

Neben Technik zeigt die Ausstellung auch Bahnhofschilder vieler Stationen, die früher andere Namen hatten, etwa Marx-Engels-Platz (vorher Börse, jetzt Hackescher Markt) oder Ernst-Thälmann-Park (vorher und heute wieder Greifswalder Straße). Die Ausstellung thematisiert ebenfalls die Menschen, die bei der S-Bahn arbeiteten und natürlich jene, die sie in den vielen Jahrzehnten täglich benutzten

S-Bahn Museum

Buchungs-Code:   VR-Ber02

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Telefon: +49 (0)2594 83973

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Immer für Sie da!

Weitere schöne Städtereisen

Berlin: Mauerradweg

Der Klassiker

Dauer:   7 Tage

Reiseart:   individuell

Level:   leicht

Freuen Sie sich auf eine ungewöhnliche Radreise und wandeln Sie auf den Spuren der jungen Deutschen Geschichte. Die Berliner Mauer ist wohl eines der bewegendsten Bauwerke des 20. Jh. und Ihr Fall am 9.11.1989 hat die ganze Welt …

ab 559,00€

Anreisetermine: 16.05. – 25.10.2020 / samstags und sonntags

2020 – Mauerradweg Berlin – Der Klassiker

Leichte Radrundtour mit Gepäcktransfer, 7 T. / 6 ÜF

Freuen Sie sich auf eine ungewöhnliche Radreise und wandeln Sie auf den Spuren der jungen Deutschen Geschichte. Die Berliner Mauer ist wohl eines der bewegendsten Bauwerke des 20. Jh. und Ihr Fall am 9.11.1989 hat die ganze Welt in Atem gehalten. Nach dem Abriss der Grenzanlagen, die Stadt und Menschen über Jahrzehnte trennte, sind von der Mauer noch Teilstücke erhalten. Komplett vorhanden aber sind die alten Grenzwege, über die heute der spektakuläre Mauerradweg führt. Wiederaufgebaut und unter Denkmalschutz stehen alte Grenzbefestigungen wie Wachtürme oder Kontrollstellen. Vielfach sind in ihnen tolle Museen und Dokumentationszentren untergebracht. Überraschen wird Sie vielleicht, dass der Radweg durch landschaftlich sehr reizvolle Abschnitte führt. Der interessanteste Teil des Radweges führt über 18 Kilometer mitten durch die Stadt Berlin. So entdecken Sie gleichzeitig Top Sehenswürdigkeiten wie Reichstag, Brandenburger Tor, die Prachtstraße ‚Unter den Linden’ und das Parlaments- und Regierungsviertel. Besonderer Höhepunkt ist die Übernachtung im Zentrum Berlins, nahe des Potsdamer Platzes. Die Radetappen sind bewusst kurz gewählt, damit Sie genügend Zeit für die vielen Sehenswürdigkeiten haben.

Charakter der Route

Der „Mauer Radweg“ führt Sie über gut befahrbare Wege und kleine Nebenstraßen. Im gesamten Verlauf wurden viele neue Radwege angelegt und auch im Innenstadtbereich Berlins lässt sich der Mauer Radweg gefahrlos erradeln. Die Route verläuft flach und ist gut beschildert, wobei sich die Schilder exakt auf der Mauerhöhe von 3,60 Meter befinden.

 

Tag 1: Potsdam Anreise

Reisen Sie frühzeitig an! Es lohnt sich, denn Ihre Reise beginnt in einer der reizvollsten Städte Deutschlands. Besuchen Sie Schloss Sanssouci mit seinem schönen weiten Park, staunen Sie über die Sommerresidenz Friedrich des Großen, über die historischen Stadtviertel Potsdams wie die Russische Kolonie Alexandrowka, das Holländische Viertel und das einstige böhmische Weberviertel. Auch der berühmte Filmpark Babelsberg, die Potsdamer Ausflugsschifffahrt und die vielen Parkanlagen warten auf Ihren Besuch. Anreise bis Potsdam Hbf/ Parkplatz am Hotel/ Leihräder am Hotel.

Tag 2: Potsdam – Spandau (35 km)

Kaum auf dem Rad erwartet Sie der erste Höhepunkt. Über die berühmte Glienicker Brücke verlassen Sie Potsdam. In mehr als 300 Jahren ihres Bestehens schaffte es die Brücke, in wenigen Tagen in die Schlagzeilen der Weltpresse zu gelangen. Sie war legendärer Schauplatz des Kalten Krieges, als hier die USA und die Sowjetunion Spione austauschten. Heute verbindet die Brücke wieder verlässlich Potsdam mit der Bundeshauptstadt Berlin. Wunderschön verläuft der Radweg direkt an der Havel, in deren Mitte die deutsch-deutsche Grenze verlief. Am Groß-Glienicker See entdecken Sie ein originales Mauerstück.  Bevor Sie die Zitadellenstadt Spandau mit ihrer malerischen Altstadt erreichen, legen Sie einen Stopp am Fort Hahnenberg ein. Es wurde 1888 zum Schutz des Rüstungszentrums Spandau erbaut und fiel 1961 in den Dornröschenschlaf. Abgesehen von gelegentlichen Besuchen durch Grenzsoldaten war es hier ruhig und die Natur konnte die Festung zurückerobern. 

Tag 3: Spandau – Hohen Neuendorf (40 km)

Am Morgen radeln Sie durch den Spandauer Forst, ehemals DDR Sperrgebiet, dessen Mischwald durch seine Artenvielfalt besticht und der im Jahr 2000 zum „Naturschutzgebiet europäischer Bedeutung“ erklärt wurde. Freuen Sie sich über die schöne Radstrecke entlang des fast zugewachsenen Nieder-Neuendorfer Kanals. Hier lohnt ein Abstecher zu den tausendjährigen Eichen. Staunen Sie über diese Giganten: 7 Eichen, 25 m hoch mit einem Umfang von 3,87 bis 6,15 Metern. Vorbei am Laßzinsee, ein kleines Eldorado für Wasser- und Sumpfvögel, radeln Sie zum Havelufer, in deren Mitte die ehemalige Grenze verlief. Legen Sie eine lohnenswerte Pause am ehemaligen Grenzturm Nieder Neuendorf ein (erbaut 1987), der restauriert wurde und unter Denkmalschutz steht. Heute beherbergt er ein kleines Museum zur Teilung Deutschlands und zu den Grenzanlagen. Zur DDR Zeit diente er zur Überwachung dieses Grenzabschnitts und war zugleich Führungsstelle für 18 weitere Grenzwachtürme. In den 4 Geschossen waren einige Wirtschaftsräume, eine Arrestzelle, der Aufenthaltsraum der Grenzsoldaten und die Führungsstelle eingerichtet, in der stets mindestens zwei Grenzsoldaten Wachdienst halten mussten. Die letzten Kilometer entlang der Stolper Heide sind jetzt schnell geradelt, so dass Sie in Hohen Neuendorf entspannt einen schönen Radeltag ausklingen lassen können.

Tag 4: Hohen Neuendorf – Berlin Mitte (37 km)

Auf dem Mauer Radweg radeln Sie durch die urige Sumpflandschaft des Naturschutzgebietes Tegeler Fließ. Es lohnt ein Abstecher nach Lübars mit seinem gut erhaltenen Dorfkern und der alten Dorfkirche. An den stillgelegten Gleisen der Heidekrautbahn entlang und vorbei am Märkischen Viertel radeln Sie Richtung Berlin Mitte. Schlag auf Schlag geht es jetzt: Sie entdecken die Börsebrücke und die Bornholmer Straße, bekannt als Ort der ersten Grenzöffnung am 09.11.1989. Sie passieren die Gedenkstätte Bernauer Straße, wo am 13.08.1961 Flüchtlinge versuchten, aus den Fenstern der Häuser am Grenzstreifen zu entkommen – der Bürgersteig war schon West Berliner Boden – und den Invalidenfriedhof, über dessen Gebiet die Mauer verlief. Lassen Sie sich auch beeindrucken vom neuen Berliner Hauptbahnhof und vom Parlaments- und Regierungsviertel. Kaum im Sattel erreichen Sie das Brandenburger Tor, den Berliner Prachtboulevard „Unter den Linden“ und den Potsdamer Platz, der zu DDR-Zeiten Niemandsland war. Sie übernachten im Zentrum von Berlin und können den Abend noch vielfältig nutzen.

Tag 5: Berlin Mitte – Berlin Grünau (41 km)

Vorbei am alten Stasi-Hauptquartier radeln Sie zum Checkpoint Charlie, zwischen 1961 und 1990 einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge. Er verband in der Friedrichstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern, Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD sowie von DDR-Funktionären genutzt werden. Er war Schauplatz spektakulärer Fluchten. Heute zählt er als Gedenkstätte zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Nach nur wenigen Kilometern erreichen Sie die Spree mit der East Side Gallery. Staunen Sie hier über den längsten erhaltenen Mauerabschnitt in der Berliner Innenstadt. 1990 haben Künstler aus aller Welt den 1,3 Kilometer langen Rest der Hinterlandmauer mit eindrücklichen Bildern bemalt. Über die schönste Brücke Berlins, die Oberbaumbrücke aus dem 18. Jh., radeln Sie zum Landwehrkanal und über den Heidekampgraben zum Teltowkanal nach Neukölln und Schönefeld. Möchten Sie nochmals Berliner Nachtluft schnuppern? Die nahe gelegenen S-Bahn und U-Bahnstationen bringen Sie in nur 30 Minuten wieder zurück in die Innenstadt.

Tag 6: Berlin Grünau – Potsdam (47 km)

Auf dem Mauerradweg rollen Sie im Zickzack am Südrand Berlins entlang nach Marienfelde, wo bis 1990 ein Sammel- und Durchgangslager existierte. Hier erhielten über 1,3 Millionen DDR-Flüchtlinge Hilfe und wurden auf westdeutsche Bundesländer verteilt. Heute befindet sich hier eine Erinnerungsstätte mit Museum. Kaum im Sattel erreichen Sie eine Geisterstadt, in der bis Anfang der 90er Jahre die US-Armee den bewaffneten Häuserkampf trainierte. Gemütlich folgen Sie anschließend dem schönen Teltowkanal und dem Königsweg zum ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden. Das Kontrollgebäude, die Raststätte, die Tankstelle und die LKW Abfertigungsrampen stehen heute unter Denkmalschutz. Freuen Sie sich auf den Griebnitzsee, an dessen Ufern Sie zurück nach Potsdam radeln.

Tag 7: Potsdam Abreise

Heute endet nach dem Frühstück endet Ihre ereignisreiche Radreise auf dem Mauer Radweg rund um Berlin.

Mindestteilnehmerzahl:

ab 2 Personen

 

Reiseleistungen:

Hotels der Kategorie A: im Zentrum

 

Rundum-Sorglos-Service:

– 7 Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel/Gasthaus der gebuchten Kategorie

– Zimmer mit D/Bad/WC

– Gepäcktransport

– Radwanderkarte mit eingezeichneter Route / detaillierte Routenbeschreibung

– Tipps zur Reisevorbereitung

– Touristische Informationen

– 7-Tage-Hotline-Service

 

Preise 2020:

Preisangaben gelten pro Person.

Eine möglicherweise anfallende Kurtaxe ist nicht Bestandteil des Reisepreises und daher im Hotel vor Ort zu zahlen.

 

SAISON 1

18.04.2020 – 03.05.2020

26.09.2020 – 25.10.2020

Kategorie A         DZ 559,00 €     EZ 779,00 €

 

SAISON 2

09.05.2020 – 20.09.2020

Kategorie A         DZ 575,00 €     EZ 795,00 €

 

 

Leihräder

Tourenrad         70,00 €

Elektrorad       180,00 €

 

 

Buchbare Zusatznächte

Potsdam                 Kategorie A             DZ 63,00 €     EZ 100,00 €

Berlin Zentrum     Kategorie A             DZ 65,00 €     EZ 110,00 €

 

Anreise nach Potsdam

mit dem PKW:

Potsdam ist an die A10 (Berliner Ring) angeschlossen. Von Norden kreuzt die A24, von Westen die A2, von Süden die A9 und von Osten die A13 den Berliner Ring, so dass Sie aus allen Himmelsrichtungen das Ziel leicht erreichen.

Mit der Bahn zum Bahnhof Potsdam:

Potsdam ist von allen größeren Städten in Deutschland gut mit der Bahn angebunden. Unsere Partnerhotels sind alle zu Fuß von verschiedenen Bahnhöfen in Potsdam aus zu erreichen.

Parkmöglichkeiten am Anreisehotel

Unsere Partnerhotels in Potsdam bieten eine Parkmöglichkeit, für die gesamte Dauer Ihrer Fahrradreise. Die Kosten liegen zwischen zwischen 8,00 Euro und 18,00 Euro pro Tag, zahlbar vor Ort. Eine Vorreservierung ist nicht möglich. Detaillierte Informationen zu den Parkmöglichkeiten an dem für Sie gebuchten Hotel erhalten Sie mit den ausführlichen Reiseunterlagen zwei Wochen vor Reisebeginn.

 

Beschaffenheit der Radwege

Bei dieser Fahrradreise „Mauer Radweg“ nutzen Sie Wege unterschiedlicher Beschaffenheit (zum Teil nicht asphaltiert) und kleine Nebenstraßen. Im gesamten Verlauf des Mauer Radweg wurden eine Vielzahl neuer Radwege angelegt und auch im Innenstadtbereich von Berlin lässt sich der Mauer Radweg gefahrlos erradeln. Die Route verläuft fast durchgängig flach und ist einheitlich gut beschildert, wobei sich die Schilder exakt auf der Mauerhöhe von 3,60 Meter befinden.

 

Verfügbare Leihräder

Wünschen Sie ein Leihrad für die Tour, so bringen wir es zu Ihrem Starthotel und holen es an Ihrem Reiseziel wieder ab. Zur Auswahl stehen Ihnen Damen- und Herrenräder entweder mit 7-Gang-Nabenschaltung und Rücktrittbremse oder 27-Gang-Kettenschaltung und Freilauf sowie Elektroräder. Alle Damenräder haben einen tiefen Durchstieg und Herrenräder stehen in verschiedenen Rahmengrößen zur Auswahl. Unsere Damenräder sind passend für alle Radfreunde ab 150 cm Körpergröße und die Herrenräder ab 165 cm. Ihren Radwunsch geben Sie ganz einfach bei der Buchung bekannt.

 

Extrakosten, die nicht im Reisepreis inbegriffen sind

Eine möglicherweise anfallende Kurtaxe ist nicht Bestandteil des Reisepreises und daher vor Ort zu zahlen.

 

7 Tage Hotline Service

Wenn die Fahrradkette gerissen ist, Überschwemmungen die Weiterfahrt unmöglich machen oder sonstige böse Überraschungen auf Sie warten: Wir sind 7 Tage die Woche für Sie erreichbar und organisieren schnellstmöglich Hilfe.

Pass- und Visumerfordernisse, Gesundheitsvorschriften

Für EU-Bürger sind hier keine speziellen Passerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu beachten.

Reiseversicherung

Im Reisepreis ist die gesetzlich vorgeschriebene Insolvenzversicherung bereits enthalten. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen nach Erhalt Ihrer Reisebestätigung den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, um sich vor finanziellen Nachteilen bei Reiserücktritt, Reiseabbruch, Krankheit oder Unfall zu schützen. Hier erhalten Sie bei uns die kompetente Beratung eines von der IHK geprüften Versicherungsfachmann.

Die Innenstadt von Potsdam

Wie eine Wanderung durch die Zeiten wirkt ein Spaziergang durch die Potsdamer Innenstadt. Wer mit dem Schiff oder mit der Bahn anreist, beginnt gleich am Geburtsort der Stadt: am Alten Markt. Hier, an der Stelle des ältesten Potsdamer Brückenschlages über die Havel, stand schon im frühen Mittelalter eine Burg, um eine wichtige Handelsroute zu sichern.

Potsdam Innenstadt

Das Holländisches Viertel in Potsdam

Das Holländische Viertel wurde im Zuge der zweiten Stadterweiterung  zwischen 1733 und 1740 unter Leitung des holländischen Baumeisters Johann Boumann erbaut. Es sollte im 18. Jahrhundert holländische Handwerker nach Potsdam locken. Das Viertel besteht aus 134 Ziegelstein-Häusern und gilt als größtes zusammenstehendes Bauensemble und Kulturdenkmal holländischen Stils außerhalb der Niederlande. In der Mittelstraße 3, beim Altwarenhändler Bertold Remlinger erwarb im übrigen 1906 der Hauptmann von Köpenick seine Uniform.

Das Holländisches Viertel

Der Filmpark Babelsberg in Potsdam

Der FILMPARK Babelsberg lädt ein, hinter die Kulissen von Film und Fernsehen zu blicken, sich von der spektakulären Stuntshow „Bartertown“, der Filmtiershow oder der TV-Show im Fernsehstudio 1 fesseln zu lassen.

Der Filmpark Babelsberg

Schlösser und Gärten in Potsdam

In einem Zeitraum von mehr als drei Jahrhunderten waren die besten Architekten, Landschaftsplaner und Kunsthandwerker ihrer Zeit im Auftrag der brandenburgisch-preußischen Herrscher tätig.

Schlösser und Gärten

Schloss Cecilienhof in Potsdam

Cecilienhof ist das Schloss, in dem vom 17. Juli bis 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges stattfand. Es ist der letzte Schlossbau der Hohenzollern. Kaiser Wilhelm II. ließ Cecilienhof 1914 bis 1917 für seinen ältesten Sohn Kronprinz Wilhelm und seine Gattin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin im Norden des Neuen Gartens errichten. Architekt war Paul Schultze-Naumburg, der sich am englischen Tudor-Stil orientierte. Das aus Backstein und Holz errichtete Schloss passt sich gut in die natürliche Umgebung ein. Das Schloss beherbergt heute ein Hotel. Im Museum kann man sich über das Potsdamer Abkommen und die wechselvolle Geschichte des Hauses informieren.

Schloss Cecilienhof

Die Glienicker Brücke in Potsdam

Die Glienicker Brücke verbindet über die Havel hinweg Berlin und Potsdam. Zu Zeiten der Mauer verlief die Grenze in der Mitte der Havel und die Grenze lag genau in der Mitte der Brücke. Einen Grenzübergang gab es hier nicht. In den mehr als 300 Jahren ihrer Geschichte schaffte es die Glienicker Brücke nur an wenigen Tagen, die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu lenken. Und dies dann aber ausgerechnet mit Hilfe solcher Leute, die sonst das Licht der Öffentlichkeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser: Agenten. Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit (und weil hier keine Beeinträchtigung des Verkehrs – wie an anderen, “regulären” Grenzübergängen – zu befürchten war) wurde die Grenzübergangsstelle auf der Brücke an drei Tagen der Jahre 1962, 1985 und 1986 für spektakuläre Austauschaktionen internationaler Agenten aus Ost und West genutzt.

Die Glienicker Brücke

Die Altstadt von Spandau

Der Stadtgrundriss von Spandau entwickelte sich bereits im 13. Jh. und ist noch heute im Straßenverlauf der Altstadt nachvollziehbar. Dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg fiel sehr viel der ursprünglichen Bausubstanz von kulturhistorischem Wert zum Opfer. Trotz dieser Entwicklung blieben Gebäudetypen der unterschiedlichen Bauepochen erhalten. Sie ergeben in ihrer Gesamtheit jene typische Kleinstadtmischung, die vom havelländischen Kleinstadthaus bis zum fünfgeschossigen Berliner Mietshaus die Baugeschichte mehrerer Jahrhunderte und die Lage Spandaus zwischen Provinz und Großstadt dokumentiert.

Die Altstadt von Spandau

Die Zitadelle in Spandau

Der von Kurfürst Joachim II. im Jahr 1557 gefasste Entschluss, die nordöstlich der Altstadt gelegene Burganlage von 1317 zur Festungsanlage umzubauen, sollte das Schicksal Spandaus bis ins 20. Jh. bestimmen. Unter Einbeziehung des mittelalterlichen Palas und des Juliusturms entstand bis 1594 nach den Plänen des italienischen Baumeisters Franziskus Chiaramella de Gandino und Rochus Graf zu Lynar die Zitadelle. In den Folgejahren, insbesondere nach den Erfahrungen des 30-jährigen Krieges, kam es zu einem Ausbau der Festung nach einem bastionären Verteidigungssystem.

Die Zitadelle in Spandau

Die St. Nikolai Kirche in Spandau

Zu den wenigen baulichen Zeugnissen aus dem Mittelalter gehört die im 15. Jahrhundert vollendete St. Nikolai-Kirche. Sie ist der städtebauliche Mittelpunkt der Altstadt und ihr Turm prägt die Spandauer Stadtsilhouette.

Die St. Nikolai Kirche

Grenzwachturm in Nieder Neuendorf

Als einer der letzten Grenzwachtürme blieb der Nieder Neuendorfer Turm erhalten und dokumentiert die einst hier verlaufende Berliner Mauer. Östlich des Ortskerns von Nieder Neuendorf liegen die Havel und der Nieder Neuendorfer See, in deren Mitte 1949-90 die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin verlief. Ab dem 13. August 1961 ließ die DDR-Regierung am westlichen Havelufer Grenzsicherungsanlagen errichten. Hierzu gehörte auch der 1987 errichtete Grenzwachturm. Er diente zur Überwachung dieses Grenzabschnitts und war Leitstelle für 18 weitere Grenzwachtürme. Seit dem Abschluss seiner Sanierung im Jahre 1999 befindet sich im Nieder Neuendorfer Grenzwachturm ein für die Öffentlichkeit zugängliches Dokumentationszentrum zur Teilung Deutschlands und zu den Grenzanlagen.

Grenzwachturm in Nieder Neuendorf

Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist eine Gedenkstätte. Die im Mai 1949 fertiggestellte Anlage wurde im Auftrag der sowjetischen Truppen errichtet, um die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee zu ehren. Zentraler Ort der Anlage ist ein künstlich angelegter Grabhügel. Dieser wird von der Skulptur „Der Befreier“ dominiert. Die Figur stellt einen Soldaten dar, der in der rechten Hand ein Schwert und auf dem linken Arm schützend ein Kind trägt; ein Hakenkreuz zerbricht gerade unter seinen Stiefeln. 1994 wurde das militärische Zeremoniell zum Abzug der russischen Truppen aus der DDR mit Kranzniederlegungen durch Bundeskanzler Helmut Kohl und Präsident Boris Jelzin hier am Ehrenmal abgehalten.

Sowjetische Ehrenmal

Mauerpark in Berlin

Der Mauerpark umfasst einen Abschnitt der Mauer zwischen den damaligen Bezirken Prenzlauer Berg und Wedding bildete. Heute verläuft hier die Grenze zwischen den Ortsteilen Prenzlauer Berg und Gesundbrunnen. Da es im dicht bebauten Prenzlauer Berg vergleichsweise wenige Grünflächen gibt, hat sich der Mauerpark zu einem beliebten Ort der Naherholung entwickelt, der gerade am Wochenende auch Gauklern, Künstlern, Musikern und Familien eine Heimstatt bietet und sich dadurch auch über Berlin hinaus einen Namen gemacht hat.

Mauerpark

Gedenkstätte Berliner Mauer in Berlin Zentrum

In der Bernauer Straße befindet sich das nationale Denkmal zur Erinnerung an die Teilung der Stadt und die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft. Um das Denkmal herum entsteht zurzeit auf dem ehemaligen Grenzstreifen die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer. Vertiefende Informationen zur Geschichte und den historisch-politischen Hintergründen des Mauerbaus bietet das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte: ständige Ausstellung in deutscher und englischer Sprache, Aussichtsturm mit Blick auf originale Grenzanlage, digitales Archiv mit Originaldokumenten, Hörstationen mit historischen Rundfunkaufnahmen aus Ost und West. Den gut sortierten Bücherstand finden Sie im Besucherzentrum der Gedenkstätte, Bernauer / Ecke Gartenstraße, direkt am S-Bhf. Nordbahnhof. Dort wird auch der neue Einführungsfilm gezeigt.

Gedenkstätte Berliner Mauer

Checkpoint Charlie in Berlin Zentrum

Der Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor. Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals und ausländischer Diplomaten erfassen zu können. Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden. Als Folge des Versuchs der SED-Führung, alliierte Rechte der Westmächte in Berlin einzuschränken, standen sich am 27. Oktober 1961 sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Der Checkpoint war Schauplatz spektakulärer Fluchten aus dem damaligen Ost-Berlin. Noch vor der Wiedervereinigung wurde der Kontrollpunkt 1990 abgebaut. Er ist heute im Berliner AlliiertenMuseum zu besichtigen. Der Checkpoint Charlie zählt heute als Gedenkstätte zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Am 13. August 2000 wurde eine originalgetreue Rekonstruktion der ersten Kontrollbaracke enthüllt.

Checkpoint Charlie

East Side Gallery in Berlin

Die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist ein nach Öffnung der Berliner Mauer im Frühjahr 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemaltes Stück der Hinterlandmauer in der Mühlenstraße zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree. Sie stellt mit einer Länge von 1316 Meter die längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt dar. Die Künstler kommentierten in gut hundert Gemälden auf der ehemaligen Ostseite der Mauer mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90. Die East Side Gallery ist der größte und bekannteste erhaltene Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer. Die eigentliche Grenze bildete an dieser Stelle die Spree. Die Galerie befindet sich an der so genannten Hinterlandmauer, die das Grenzgebiet nach Ost-Berlin hin abschloss.

East Side Gallery

Oberbaumbrücke in Berlin

Berlin rühmt sich, mehr Brücken zu haben als Venedig. Tatsächlich hat die Spreestadt fast 1000 Brückenbauwerke aus verschiedenen Stilepochen. Die Oberbaumbrücke, die seit 1896 Friedrichshain und Kreuzberg über die Spree miteinander verbindet, ist die am aufwändigsten gestaltete. Das Tragwerk für die Gleise im Hochparterre wurde architektonisch verkleidet und mit figürlichem Schmuck versehen. Entstanden ist ein Bauwerk, das einer Burg der Mark Brandenburg ähnelt. Die Bögen des U-Bahn-Viadukts und die zwei spitzen Mitteltürme wurden nach dem Fall der Mauer originalgetreu rekonstruiert. Seit dem 9. November 1994 ist die restaurierte Brücke wieder eine wichtige Verbindung für den Auto- und U-Bahnverkehr. Von 1961 bis 1989 war die Brücke „Grenzübergangsstelle“ und durfte nur von Fußgängern benutzt werden. Bei der Sanierung Anfang der 90er Jahre erhielt sie moderne Gestaltungselemente des spanischen Architekten Santiago Calatrava, so den neuen Mittelteil.

Oberbaumbrücke

S-Bahnhof Friedrichstraße und „Tränenpalast“

Der S-Bahnhof Friedrichstraße war in Ost-West-Richtung der letzte Bahnhof vor der Grenze nach West-Berlin. In Nord-Süd-Richtung liegt er im Zentrum der Stadt. Ab August 1961 machte die Abriegelung der Grenze den Durchgangsbahnhof zum Kopfbahnhof und Grenzübergang für Reisende aus beiden Teilen Berlins. Der Pavillon für die Grenzabfertigung ist noch erhalten. Wegen der unzähligen Abschiede, die die Menschen hier bis 1989 nehmen mussten, heißt er im Volksmund „Tränenpalast“. Ab Mitte der 1990er Jahre ist der Bahnhof Friedrichstraße völlig umgebaut worden. Das ehemalige Abfertigungsgebäude für Reisende aus und nach West-Berlin lag nördlich der Bahnlinie und war durch eine Unterführung mit dem Bahnhof verbunden. Mit seiner weitgehend unveränderten Fassade stellt er das wichtigste Sachzeugnis dar, das an den ehemaligen Grenzübergang erinnert. Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland richtet im denkmalgeschützten Tränenpalast eine Dauerausstellung zum Thema „Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen“ ein.

S-Bahnhof Friedrichstraße und Tränenpalast

S-Bahn Museum am Griebnitzsee

In dem ausgedienten S-Bahn-Unterwerk Griebnitzsee, dort wo früher mal die großen Transformatoren und Gleichrichter für den Strom der S-Bahn standen, gibt es heute alles rund um die Geschichte der Berliner S-Bahn zu sehen: von der Fahrkarte bis zum Fahrplan, vom Signal bis zum Stellwerk.

Neben Technik zeigt die Ausstellung auch Bahnhofschilder vieler Stationen, die früher andere Namen hatten, etwa Marx-Engels-Platz (vorher Börse, jetzt Hackescher Markt) oder Ernst-Thälmann-Park (vorher und heute wieder Greifswalder Straße). Die Ausstellung thematisiert ebenfalls die Menschen, die bei der S-Bahn arbeiteten und natürlich jene, die sie in den vielen Jahrzehnten täglich benutzten

S-Bahn Museum

Buchungs-Code:   VR-Ber02

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Berlin: Mauerradweg

Der Klassiker

Freuen Sie sich auf eine ungewöhnliche Radreise und wandeln Sie auf den Spuren der jungen Deutschen Geschichte. Die Berliner Mauer ist wohl eines der bewegendsten Bauwerke des 20. Jh. und Ihr Fall am 9.11.1989 hat die ganze Welt …

ab 559,00€

Dauer: 7 Tage

Reiseart: individuell

Level: leicht

Anreisetermine: 16.05. – 25.10.2020 / samstags und sonntags

2020

Mauerradweg Berlin

Der Klassiker

Leichte Radrundtour mit Gepäcktransfer, 7 T. / 6 ÜF

Freuen Sie sich auf eine ungewöhnliche Radreise und wandeln Sie auf den Spuren der jungen Deutschen Geschichte. Die Berliner Mauer ist wohl eines der bewegendsten Bauwerke des 20. Jh. und Ihr Fall am 9.11.1989 hat die ganze Welt in Atem gehalten. Nach dem Abriss der Grenzanlagen, die Stadt und Menschen über Jahrzehnte trennte, sind von der Mauer noch Teilstücke erhalten. Komplett vorhanden aber sind die alten Grenzwege, über die heute der spektakuläre Mauerradweg führt. Wiederaufgebaut und unter Denkmalschutz stehen alte Grenzbefestigungen wie Wachtürme oder Kontrollstellen. Vielfach sind in ihnen tolle Museen und Dokumentationszentren untergebracht. Überraschen wird Sie vielleicht, dass der Radweg durch landschaftlich sehr reizvolle Abschnitte führt. Der interessanteste Teil des Radweges führt über 18 Kilometer mitten durch die Stadt Berlin. So entdecken Sie gleichzeitig Top Sehenswürdigkeiten wie Reichstag, Brandenburger Tor, die Prachtstraße ‚Unter den Linden’ und das Parlaments- und Regierungsviertel. Besonderer Höhepunkt ist die Übernachtung im Zentrum Berlins, nahe des Potsdamer Platzes. Die Radetappen sind bewusst kurz gewählt, damit Sie genügend Zeit für die vielen Sehenswürdigkeiten haben.

Charakter der Route

Der „Mauer Radweg“ führt Sie über gut befahrbare Wege und kleine Nebenstraßen. Im gesamten Verlauf wurden viele neue Radwege angelegt und auch im Innenstadtbereich Berlins lässt sich der Mauer Radweg gefahrlos erradeln. Die Route verläuft flach und ist gut beschildert, wobei sich die Schilder exakt auf der Mauerhöhe von 3,60 Meter befinden.

 

Tag 1: Potsdam Anreise

Reisen Sie frühzeitig an! Es lohnt sich, denn Ihre Reise beginnt in einer der reizvollsten Städte Deutschlands. Besuchen Sie Schloss Sanssouci mit seinem schönen weiten Park, staunen Sie über die Sommerresidenz Friedrich des Großen, über die historischen Stadtviertel Potsdams wie die Russische Kolonie Alexandrowka, das Holländische Viertel und das einstige böhmische Weberviertel. Auch der berühmte Filmpark Babelsberg, die Potsdamer Ausflugsschifffahrt und die vielen Parkanlagen warten auf Ihren Besuch. Anreise bis Potsdam Hbf/ Parkplatz am Hotel/ Leihräder am Hotel.

Tag 2: Potsdam – Spandau (35 km)

Kaum auf dem Rad erwartet Sie der erste Höhepunkt. Über die berühmte Glienicker Brücke verlassen Sie Potsdam. In mehr als 300 Jahren ihres Bestehens schaffte es die Brücke, in wenigen Tagen in die Schlagzeilen der Weltpresse zu gelangen. Sie war legendärer Schauplatz des Kalten Krieges, als hier die USA und die Sowjetunion Spione austauschten. Heute verbindet die Brücke wieder verlässlich Potsdam mit der Bundeshauptstadt Berlin. Wunderschön verläuft der Radweg direkt an der Havel, in deren Mitte die deutsch-deutsche Grenze verlief. Am Groß-Glienicker See entdecken Sie ein originales Mauerstück.  Bevor Sie die Zitadellenstadt Spandau mit ihrer malerischen Altstadt erreichen, legen Sie einen Stopp am Fort Hahnenberg ein. Es wurde 1888 zum Schutz des Rüstungszentrums Spandau erbaut und fiel 1961 in den Dornröschenschlaf. Abgesehen von gelegentlichen Besuchen durch Grenzsoldaten war es hier ruhig und die Natur konnte die Festung zurückerobern. 

Tag 3: Spandau – Hohen Neuendorf (40 km)

Am Morgen radeln Sie durch den Spandauer Forst, ehemals DDR Sperrgebiet, dessen Mischwald durch seine Artenvielfalt besticht und der im Jahr 2000 zum „Naturschutzgebiet europäischer Bedeutung“ erklärt wurde. Freuen Sie sich über die schöne Radstrecke entlang des fast zugewachsenen Nieder-Neuendorfer Kanals. Hier lohnt ein Abstecher zu den tausendjährigen Eichen. Staunen Sie über diese Giganten: 7 Eichen, 25 m hoch mit einem Umfang von 3,87 bis 6,15 Metern. Vorbei am Laßzinsee, ein kleines Eldorado für Wasser- und Sumpfvögel, radeln Sie zum Havelufer, in deren Mitte die ehemalige Grenze verlief. Legen Sie eine lohnenswerte Pause am ehemaligen Grenzturm Nieder Neuendorf ein (erbaut 1987), der restauriert wurde und unter Denkmalschutz steht. Heute beherbergt er ein kleines Museum zur Teilung Deutschlands und zu den Grenzanlagen. Zur DDR Zeit diente er zur Überwachung dieses Grenzabschnitts und war zugleich Führungsstelle für 18 weitere Grenzwachtürme. In den 4 Geschossen waren einige Wirtschaftsräume, eine Arrestzelle, der Aufenthaltsraum der Grenzsoldaten und die Führungsstelle eingerichtet, in der stets mindestens zwei Grenzsoldaten Wachdienst halten mussten. Die letzten Kilometer entlang der Stolper Heide sind jetzt schnell geradelt, so dass Sie in Hohen Neuendorf entspannt einen schönen Radeltag ausklingen lassen können.

Tag 4: Hohen Neuendorf – Berlin Mitte (37 km)

Auf dem Mauer Radweg radeln Sie durch die urige Sumpflandschaft des Naturschutzgebietes Tegeler Fließ. Es lohnt ein Abstecher nach Lübars mit seinem gut erhaltenen Dorfkern und der alten Dorfkirche. An den stillgelegten Gleisen der Heidekrautbahn entlang und vorbei am Märkischen Viertel radeln Sie Richtung Berlin Mitte. Schlag auf Schlag geht es jetzt: Sie entdecken die Börsebrücke und die Bornholmer Straße, bekannt als Ort der ersten Grenzöffnung am 09.11.1989. Sie passieren die Gedenkstätte Bernauer Straße, wo am 13.08.1961 Flüchtlinge versuchten, aus den Fenstern der Häuser am Grenzstreifen zu entkommen – der Bürgersteig war schon West Berliner Boden – und den Invalidenfriedhof, über dessen Gebiet die Mauer verlief. Lassen Sie sich auch beeindrucken vom neuen Berliner Hauptbahnhof und vom Parlaments- und Regierungsviertel. Kaum im Sattel erreichen Sie das Brandenburger Tor, den Berliner Prachtboulevard „Unter den Linden“ und den Potsdamer Platz, der zu DDR-Zeiten Niemandsland war. Sie übernachten im Zentrum von Berlin und können den Abend noch vielfältig nutzen.

Tag 5: Berlin Mitte – Berlin Grünau (41 km)

Vorbei am alten Stasi-Hauptquartier radeln Sie zum Checkpoint Charlie, zwischen 1961 und 1990 einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge. Er verband in der Friedrichstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern, Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD sowie von DDR-Funktionären genutzt werden. Er war Schauplatz spektakulärer Fluchten. Heute zählt er als Gedenkstätte zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Nach nur wenigen Kilometern erreichen Sie die Spree mit der East Side Gallery. Staunen Sie hier über den längsten erhaltenen Mauerabschnitt in der Berliner Innenstadt. 1990 haben Künstler aus aller Welt den 1,3 Kilometer langen Rest der Hinterlandmauer mit eindrücklichen Bildern bemalt. Über die schönste Brücke Berlins, die Oberbaumbrücke aus dem 18. Jh., radeln Sie zum Landwehrkanal und über den Heidekampgraben zum Teltowkanal nach Neukölln und Schönefeld. Möchten Sie nochmals Berliner Nachtluft schnuppern? Die nahe gelegenen S-Bahn und U-Bahnstationen bringen Sie in nur 30 Minuten wieder zurück in die Innenstadt.

Tag 6: Berlin Grünau – Potsdam (47 km)

Auf dem Mauerradweg rollen Sie im Zickzack am Südrand Berlins entlang nach Marienfelde, wo bis 1990 ein Sammel- und Durchgangslager existierte. Hier erhielten über 1,3 Millionen DDR-Flüchtlinge Hilfe und wurden auf westdeutsche Bundesländer verteilt. Heute befindet sich hier eine Erinnerungsstätte mit Museum. Kaum im Sattel erreichen Sie eine Geisterstadt, in der bis Anfang der 90er Jahre die US-Armee den bewaffneten Häuserkampf trainierte. Gemütlich folgen Sie anschließend dem schönen Teltowkanal und dem Königsweg zum ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden. Das Kontrollgebäude, die Raststätte, die Tankstelle und die LKW Abfertigungsrampen stehen heute unter Denkmalschutz. Freuen Sie sich auf den Griebnitzsee, an dessen Ufern Sie zurück nach Potsdam radeln.

Tag 7: Potsdam Abreise

Heute endet nach dem Frühstück endet Ihre ereignisreiche Radreise auf dem Mauer Radweg rund um Berlin.

Mindestteilnehmerzahl:

ab 2 Personen

 

Reiseleistungen:

Hotels der Kategorie A: im Zentrum

 

Rundum-Sorglos-Service:

7 Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel/Gasthaus der gebuchten Kategorie

Zimmer mit D/Bad/WC

Gepäcktransport

Radwanderkarte mit eingezeichneter Route / detaillierte Routenbeschreibung

Tipps zur Reisevorbereitung

Touristische Informationen

7-Tage-Hotline-Service

 

Preise 2020:

Preisangaben gelten pro Person.

Eine möglicherweise anfallende Kurtaxe ist nicht Bestandteil des Reisepreises und daher im Hotel vor Ort zu zahlen.

 

SAISON 1

18.04.2020 – 03.05.2020

26.09.2020 – 25.10.2020

Kategorie A        

DZ 559,00 €     EZ 779,00 €

 

SAISON 2

09.05.2020 – 20.09.2020

Kategorie A        

DZ 575,00 €     EZ 795,00 €

 

 

Leihräder

Tourenrad         70,00 €

Elektrorad       180,00 €

 

 

Buchbare Zusatznächte

Potsdam   Kategorie A

DZ 63,00 €     EZ 100,00 €

 

Berlin Zentrum    Kategorie A

DZ 65,00 €     EZ 110,00 €

 

Anreise nach Potsdam

mit dem PKW:

Potsdam ist an die A10 (Berliner Ring) angeschlossen. Von Norden kreuzt die A24, von Westen die A2, von Süden die A9 und von Osten die A13 den Berliner Ring, so dass Sie aus allen Himmelsrichtungen das Ziel leicht erreichen.

Mit der Bahn zum Bahnhof Potsdam:

Potsdam ist von allen größeren Städten in Deutschland gut mit der Bahn angebunden. Unsere Partnerhotels sind alle zu Fuß von verschiedenen Bahnhöfen in Potsdam aus zu erreichen.

Parkmöglichkeiten am Anreisehotel

Unsere Partnerhotels in Potsdam bieten eine Parkmöglichkeit, für die gesamte Dauer Ihrer Fahrradreise. Die Kosten liegen zwischen zwischen 8,00 Euro und 18,00 Euro pro Tag, zahlbar vor Ort. Eine Vorreservierung ist nicht möglich. Detaillierte Informationen zu den Parkmöglichkeiten an dem für Sie gebuchten Hotel erhalten Sie mit den ausführlichen Reiseunterlagen zwei Wochen vor Reisebeginn.

 

Beschaffenheit der Radwege

Bei dieser Fahrradreise „Mauer Radweg“ nutzen Sie Wege unterschiedlicher Beschaffenheit (zum Teil nicht asphaltiert) und kleine Nebenstraßen. Im gesamten Verlauf des Mauer Radweg wurden eine Vielzahl neuer Radwege angelegt und auch im Innenstadtbereich von Berlin lässt sich der Mauer Radweg gefahrlos erradeln. Die Route verläuft fast durchgängig flach und ist einheitlich gut beschildert, wobei sich die Schilder exakt auf der Mauerhöhe von 3,60 Meter befinden.

 

Verfügbare Leihräder

Wünschen Sie ein Leihrad für die Tour, so bringen wir es zu Ihrem Starthotel und holen es an Ihrem Reiseziel wieder ab. Zur Auswahl stehen Ihnen Damen- und Herrenräder entweder mit 7-Gang-Nabenschaltung und Rücktrittbremse oder 27-Gang-Kettenschaltung und Freilauf sowie Elektroräder. Alle Damenräder haben einen tiefen Durchstieg und Herrenräder stehen in verschiedenen Rahmengrößen zur Auswahl. Unsere Damenräder sind passend für alle Radfreunde ab 150 cm Körpergröße und die Herrenräder ab 165 cm. Ihren Radwunsch geben Sie ganz einfach bei der Buchung bekannt.

 

Extrakosten, die nicht im Reisepreis inbegriffen sind

Eine möglicherweise anfallende Kurtaxe ist nicht Bestandteil des Reisepreises und daher vor Ort zu zahlen.

 

7 Tage Hotline Service

Wenn die Fahrradkette gerissen ist, Überschwemmungen die Weiterfahrt unmöglich machen oder sonstige böse Überraschungen auf Sie warten: Wir sind 7 Tage die Woche für Sie erreichbar und organisieren schnellstmöglich Hilfe.

Pass- und Visumerfordernisse, Gesundheitsvorschriften

Für EU-Bürger sind hier keine speziellen Passerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu beachten.

Reiseversicherung

Im Reisepreis ist die gesetzlich vorgeschriebene Insolvenzversicherung bereits enthalten. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen nach Erhalt Ihrer Reisebestätigung den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, um sich vor finanziellen Nachteilen bei Reiserücktritt, Reiseabbruch, Krankheit oder Unfall zu schützen. Hier erhalten Sie bei uns die kompetente Beratung eines von der IHK geprüften Versicherungsfachmann.

Die Innenstadt von Potsdam

Wie eine Wanderung durch die Zeiten wirkt ein Spaziergang durch die Potsdamer Innenstadt. Wer mit dem Schiff oder mit der Bahn anreist, beginnt gleich am Geburtsort der Stadt: am Alten Markt. Hier, an der Stelle des ältesten Potsdamer Brückenschlages über die Havel, stand schon im frühen Mittelalter eine Burg, um eine wichtige Handelsroute zu sichern.

Potsdam Innenstadt

Das Holländisches Viertel in Potsdam

Das Holländische Viertel wurde im Zuge der zweiten Stadterweiterung  zwischen 1733 und 1740 unter Leitung des holländischen Baumeisters Johann Boumann erbaut. Es sollte im 18. Jahrhundert holländische Handwerker nach Potsdam locken. Das Viertel besteht aus 134 Ziegelstein-Häusern und gilt als größtes zusammenstehendes Bauensemble und Kulturdenkmal holländischen Stils außerhalb der Niederlande. In der Mittelstraße 3, beim Altwarenhändler Bertold Remlinger erwarb im übrigen 1906 der Hauptmann von Köpenick seine Uniform.

Das Holländisches Viertel

Der Filmpark Babelsberg in Potsdam

Der FILMPARK Babelsberg lädt ein, hinter die Kulissen von Film und Fernsehen zu blicken, sich von der spektakulären Stuntshow „Bartertown“, der Filmtiershow oder der TV-Show im Fernsehstudio 1 fesseln zu lassen.

Der Filmpark Babelsberg

Schlösser und Gärten in Potsdam

In einem Zeitraum von mehr als drei Jahrhunderten waren die besten Architekten, Landschaftsplaner und Kunsthandwerker ihrer Zeit im Auftrag der brandenburgisch-preußischen Herrscher tätig.

Schlösser und Gärten

Schloss Cecilienhof in Potsdam

Cecilienhof ist das Schloss, in dem vom 17. Juli bis 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges stattfand. Es ist der letzte Schlossbau der Hohenzollern. Kaiser Wilhelm II. ließ Cecilienhof 1914 bis 1917 für seinen ältesten Sohn Kronprinz Wilhelm und seine Gattin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin im Norden des Neuen Gartens errichten. Architekt war Paul Schultze-Naumburg, der sich am englischen Tudor-Stil orientierte. Das aus Backstein und Holz errichtete Schloss passt sich gut in die natürliche Umgebung ein. Das Schloss beherbergt heute ein Hotel. Im Museum kann man sich über das Potsdamer Abkommen und die wechselvolle Geschichte des Hauses informieren.

Schloss Cecilienhof

Die Glienicker Brücke in Potsdam

Die Glienicker Brücke verbindet über die Havel hinweg Berlin und Potsdam. Zu Zeiten der Mauer verlief die Grenze in der Mitte der Havel und die Grenze lag genau in der Mitte der Brücke. Einen Grenzübergang gab es hier nicht. In den mehr als 300 Jahren ihrer Geschichte schaffte es die Glienicker Brücke nur an wenigen Tagen, die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu lenken. Und dies dann aber ausgerechnet mit Hilfe solcher Leute, die sonst das Licht der Öffentlichkeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser: Agenten. Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit (und weil hier keine Beeinträchtigung des Verkehrs – wie an anderen, “regulären” Grenzübergängen – zu befürchten war) wurde die Grenzübergangsstelle auf der Brücke an drei Tagen der Jahre 1962, 1985 und 1986 für spektakuläre Austauschaktionen internationaler Agenten aus Ost und West genutzt.

Die Glienicker Brücke

Die Altstadt von Spandau

Der Stadtgrundriss von Spandau entwickelte sich bereits im 13. Jh. und ist noch heute im Straßenverlauf der Altstadt nachvollziehbar. Dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg fiel sehr viel der ursprünglichen Bausubstanz von kulturhistorischem Wert zum Opfer. Trotz dieser Entwicklung blieben Gebäudetypen der unterschiedlichen Bauepochen erhalten. Sie ergeben in ihrer Gesamtheit jene typische Kleinstadtmischung, die vom havelländischen Kleinstadthaus bis zum fünfgeschossigen Berliner Mietshaus die Baugeschichte mehrerer Jahrhunderte und die Lage Spandaus zwischen Provinz und Großstadt dokumentiert.

Die Altstadt von Spandau

Die Zitadelle in Spandau

Der von Kurfürst Joachim II. im Jahr 1557 gefasste Entschluss, die nordöstlich der Altstadt gelegene Burganlage von 1317 zur Festungsanlage umzubauen, sollte das Schicksal Spandaus bis ins 20. Jh. bestimmen. Unter Einbeziehung des mittelalterlichen Palas und des Juliusturms entstand bis 1594 nach den Plänen des italienischen Baumeisters Franziskus Chiaramella de Gandino und Rochus Graf zu Lynar die Zitadelle. In den Folgejahren, insbesondere nach den Erfahrungen des 30-jährigen Krieges, kam es zu einem Ausbau der Festung nach einem bastionären Verteidigungssystem.

Die Zitadelle in Spandau

Die St. Nikolai Kirche in Spandau

Zu den wenigen baulichen Zeugnissen aus dem Mittelalter gehört die im 15. Jahrhundert vollendete St. Nikolai-Kirche. Sie ist der städtebauliche Mittelpunkt der Altstadt und ihr Turm prägt die Spandauer Stadtsilhouette.

Die St. Nikolai Kirche

Grenzwachturm in Nieder Neuendorf

Als einer der letzten Grenzwachtürme blieb der Nieder Neuendorfer Turm erhalten und dokumentiert die einst hier verlaufende Berliner Mauer. Östlich des Ortskerns von Nieder Neuendorf liegen die Havel und der Nieder Neuendorfer See, in deren Mitte 1949-90 die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin verlief. Ab dem 13. August 1961 ließ die DDR-Regierung am westlichen Havelufer Grenzsicherungsanlagen errichten. Hierzu gehörte auch der 1987 errichtete Grenzwachturm. Er diente zur Überwachung dieses Grenzabschnitts und war Leitstelle für 18 weitere Grenzwachtürme. Seit dem Abschluss seiner Sanierung im Jahre 1999 befindet sich im Nieder Neuendorfer Grenzwachturm ein für die Öffentlichkeit zugängliches Dokumentationszentrum zur Teilung Deutschlands und zu den Grenzanlagen.

Grenzwachturm in Nieder Neuendorf

Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist eine Gedenkstätte. Die im Mai 1949 fertiggestellte Anlage wurde im Auftrag der sowjetischen Truppen errichtet, um die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee zu ehren. Zentraler Ort der Anlage ist ein künstlich angelegter Grabhügel. Dieser wird von der Skulptur „Der Befreier“ dominiert. Die Figur stellt einen Soldaten dar, der in der rechten Hand ein Schwert und auf dem linken Arm schützend ein Kind trägt; ein Hakenkreuz zerbricht gerade unter seinen Stiefeln. 1994 wurde das militärische Zeremoniell zum Abzug der russischen Truppen aus der DDR mit Kranzniederlegungen durch Bundeskanzler Helmut Kohl und Präsident Boris Jelzin hier am Ehrenmal abgehalten.

Sowjetische Ehrenmal

Mauerpark in Berlin

Der Mauerpark umfasst einen Abschnitt der Mauer zwischen den damaligen Bezirken Prenzlauer Berg und Wedding bildete. Heute verläuft hier die Grenze zwischen den Ortsteilen Prenzlauer Berg und Gesundbrunnen. Da es im dicht bebauten Prenzlauer Berg vergleichsweise wenige Grünflächen gibt, hat sich der Mauerpark zu einem beliebten Ort der Naherholung entwickelt, der gerade am Wochenende auch Gauklern, Künstlern, Musikern und Familien eine Heimstatt bietet und sich dadurch auch über Berlin hinaus einen Namen gemacht hat.

Mauerpark

Gedenkstätte Berliner Mauer in Berlin Zentrum

In der Bernauer Straße befindet sich das nationale Denkmal zur Erinnerung an die Teilung der Stadt und die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft. Um das Denkmal herum entsteht zurzeit auf dem ehemaligen Grenzstreifen die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer. Vertiefende Informationen zur Geschichte und den historisch-politischen Hintergründen des Mauerbaus bietet das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte: ständige Ausstellung in deutscher und englischer Sprache, Aussichtsturm mit Blick auf originale Grenzanlage, digitales Archiv mit Originaldokumenten, Hörstationen mit historischen Rundfunkaufnahmen aus Ost und West. Den gut sortierten Bücherstand finden Sie im Besucherzentrum der Gedenkstätte, Bernauer / Ecke Gartenstraße, direkt am S-Bhf. Nordbahnhof. Dort wird auch der neue Einführungsfilm gezeigt.

Gedenkstätte Berliner Mauer

Checkpoint Charlie in Berlin Zentrum

Der Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor. Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals und ausländischer Diplomaten erfassen zu können. Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden. Als Folge des Versuchs der SED-Führung, alliierte Rechte der Westmächte in Berlin einzuschränken, standen sich am 27. Oktober 1961 sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Der Checkpoint war Schauplatz spektakulärer Fluchten aus dem damaligen Ost-Berlin. Noch vor der Wiedervereinigung wurde der Kontrollpunkt 1990 abgebaut. Er ist heute im Berliner AlliiertenMuseum zu besichtigen. Der Checkpoint Charlie zählt heute als Gedenkstätte zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Am 13. August 2000 wurde eine originalgetreue Rekonstruktion der ersten Kontrollbaracke enthüllt.

Checkpoint Charlie

East Side Gallery in Berlin

Die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist ein nach Öffnung der Berliner Mauer im Frühjahr 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemaltes Stück der Hinterlandmauer in der Mühlenstraße zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree. Sie stellt mit einer Länge von 1316 Meter die längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt dar. Die Künstler kommentierten in gut hundert Gemälden auf der ehemaligen Ostseite der Mauer mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90. Die East Side Gallery ist der größte und bekannteste erhaltene Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer. Die eigentliche Grenze bildete an dieser Stelle die Spree. Die Galerie befindet sich an der so genannten Hinterlandmauer, die das Grenzgebiet nach Ost-Berlin hin abschloss.

East Side Gallery

Oberbaumbrücke in Berlin

Berlin rühmt sich, mehr Brücken zu haben als Venedig. Tatsächlich hat die Spreestadt fast 1000 Brückenbauwerke aus verschiedenen Stilepochen. Die Oberbaumbrücke, die seit 1896 Friedrichshain und Kreuzberg über die Spree miteinander verbindet, ist die am aufwändigsten gestaltete. Das Tragwerk für die Gleise im Hochparterre wurde architektonisch verkleidet und mit figürlichem Schmuck versehen. Entstanden ist ein Bauwerk, das einer Burg der Mark Brandenburg ähnelt. Die Bögen des U-Bahn-Viadukts und die zwei spitzen Mitteltürme wurden nach dem Fall der Mauer originalgetreu rekonstruiert. Seit dem 9. November 1994 ist die restaurierte Brücke wieder eine wichtige Verbindung für den Auto- und U-Bahnverkehr. Von 1961 bis 1989 war die Brücke „Grenzübergangsstelle“ und durfte nur von Fußgängern benutzt werden. Bei der Sanierung Anfang der 90er Jahre erhielt sie moderne Gestaltungselemente des spanischen Architekten Santiago Calatrava, so den neuen Mittelteil.

Oberbaumbrücke

S-Bahnhof Friedrichstraße und „Tränenpalast“

Der S-Bahnhof Friedrichstraße war in Ost-West-Richtung der letzte Bahnhof vor der Grenze nach West-Berlin. In Nord-Süd-Richtung liegt er im Zentrum der Stadt. Ab August 1961 machte die Abriegelung der Grenze den Durchgangsbahnhof zum Kopfbahnhof und Grenzübergang für Reisende aus beiden Teilen Berlins. Der Pavillon für die Grenzabfertigung ist noch erhalten. Wegen der unzähligen Abschiede, die die Menschen hier bis 1989 nehmen mussten, heißt er im Volksmund „Tränenpalast“. Ab Mitte der 1990er Jahre ist der Bahnhof Friedrichstraße völlig umgebaut worden. Das ehemalige Abfertigungsgebäude für Reisende aus und nach West-Berlin lag nördlich der Bahnlinie und war durch eine Unterführung mit dem Bahnhof verbunden. Mit seiner weitgehend unveränderten Fassade stellt er das wichtigste Sachzeugnis dar, das an den ehemaligen Grenzübergang erinnert. Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland richtet im denkmalgeschützten Tränenpalast eine Dauerausstellung zum Thema „Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen“ ein.

S-Bahnhof Friedrichstraße und Tränenpalast

S-Bahn Museum am Griebnitzsee

In dem ausgedienten S-Bahn-Unterwerk Griebnitzsee, dort wo früher mal die großen Transformatoren und Gleichrichter für den Strom der S-Bahn standen, gibt es heute alles rund um die Geschichte der Berliner S-Bahn zu sehen: von der Fahrkarte bis zum Fahrplan, vom Signal bis zum Stellwerk.

Neben Technik zeigt die Ausstellung auch Bahnhofschilder vieler Stationen, die früher andere Namen hatten, etwa Marx-Engels-Platz (vorher Börse, jetzt Hackescher Markt) oder Ernst-Thälmann-Park (vorher und heute wieder Greifswalder Straße). Die Ausstellung thematisiert ebenfalls die Menschen, die bei der S-Bahn arbeiteten und natürlich jene, die sie in den vielen Jahrzehnten täglich benutzten

S-Bahn Museum

Buchungs-Code:   VR-Ber02

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